Presse


"Vorerst allerdings gilt es, sich mit Nazanin Piris Komposition auseinanderzusetzen. Piri beschäftigt sich in ihrer Komposition mit einem Gedicht der persischen Dichterin Forugh Farokhzad, das zu Beginn der 1950-er Jahre veröffentlich wurde. Das autobiographische Werk "Asir" - die Gefangene - erzählz von einer geschiedenen Ehefrau und abgestoßenenen Mutter, die in die Welt der Peosie flieht. Auch hier wird von beiden Stimmen kräftig in die Saiten gegriffen, aber es bleibt alles im Fluss. Dissonante Einschübe wirken dem Kitsch entgegen. Eingangs sind iranische Einflüsse hörbar, später wird es vor allem kräftig und durchschlagend. Die Spannung wird aufrechterhalten, bis wir gefühlt wieder nach einer Traumvorstellung Persiens oder jedenfalls einen schönen Ort zurückkehren. 

 

Ramezan und Piri gelingt es mit einer hochkonzentrierten und wie neu erklingenden Spielweise, das Publikum zu fesseln. "Die könnten Hänschenklein spielen, und das klänge noch faszinierend", sagt einer der Besucher. Hier sitzen keine Pianistinnen am Flügel, die routiniert das Programm abspulen, sondern Forschende, die mit wachen Augen, flinken Fingern und leichtfüßig durch das Programm wandern, angstfrei, aber immer mit größtem Respekt das Publikum nach jedem WErk zu größtmöglichem Applaus herausfordern." Michael Zerban vom O-Ton Magazin


Heilbronner Stimme vom 07.11.2017:

 

"Eine Musik wie aus Tausendundeiner Nacht, die nach Frieden unter den Völkern ruft und, was bei der Stunde der Kirchenmusik selten vorkommt, spontanen Zwischenapplaus hervorruft.

Solistisch begeistert Piri mit ihrer Uraufführung, "Armenian Waltz", einer zauberhaften Musik zum Tagträumen, deren zarte Gespinste Le Pera mit den Besen sanft verscheucht."

 

(Verfasserin: Monika Köhler)

 

 


Heilbronner Stimme vom 5.10.17:

Konzert in der Kreissparkasse mit den Drei Balladen von Friedhelm Döhl

 

"Doch zuvor gilt es unter der Pyramide der Kreissparkasse einen Zwischenhalt einzulegen. Das Theater FF, Thomas Fritsche und Helga Fleig, rezitieren Paul Celan: Begleitet von der iranischen Pianistin Nazanin Piri, die drei Balladen von Friedhelm Döhl interpretiert. Neue Musik in Großbuchstaben ist das und ein unvermuteter Moment der Einkehr und mentalen Stärkung. Mit Nazanin Piri über die Kunst der auskomponierten Pause nachzudenken, das hat was. Ausatmen, einatmen. Und weiter geht es durch die Lange Nacht der Kultur."


"Berlín, jueves 15 de julio de 2010. Foyer de la sala de exposiciones de la Fundación Ada y Emil Nolde (Dependencia de Berlín). Fragmento de "Moving Women - Coloured Creatures", ballet en dos actos de Modjgan Hashemian (estreno mundial) sobre música de Eduard Erdmann (1896-1958) y Paul Hindemith (1895-1963). Interpretado por Párwaneh Frei y Modjgan Hashemian. Piano: Nazanin Piri-Niri. Directora musical, Nazanin Piri-Niri." Mehr:

https://www.mundoclasico.com/ed3/documentos/14777/expresionista-aleman-Emil-Nolde-mujeres


"...Nazanin Piri, die als einjähriges Kind 1986 von Teheran/ Iran nach Deutschland kam (..), interpretierte mit ausgereifter Prägnanz die „Kurzzehen-Lerche“, ein Stück des modernen Klassikers Olivier Messiaen (1908-1992) aus dessen „Katalog der Vögel..."                                                                                                           

https://www.stadtwerke-flensburg.de/fileadmin/user_upload/pdf/fez/fez_200512.pdf
„Flowers of Fragility” ist ein Gedenkalbum an die verschwendeten Seelen der Soldaten, die aus aller Herren Länder kamen und ihr Leben, ihre Kindheit und ihre Zukunft im Ersten Weltkrieg verloren. 100 Jahre später möchte die Gruppe mit ihrer Musik diesen beispiellosen Krieg in Erinnerung rufen. Ein nachdenkliches, träumerisches und dennoch schönes Album, das einfach berührt."


https://www.galileomusic.de/(X(1)S(mexu53u4nxtul4hxyiffb04i))/artikel.aspx?voeid=15297&AspxAutoDetectCookieSupport=1
Wallstreet Journal http://wsimag.com/it/spettacoli/18537-flowers-of-fragility


Oktober 2014

 

http://www.bz-berlin.de/berliner-helden/musikerin-spielt-konzert-fuer-fluechtlingskinder

 

Fremde müssen nicht fremd bleiben“, sagt Musikerin Nazanin Piri-Niri (29). Sie floh aus dem Iran und spielt jetzt für Flüchtlingskinder in Charlottenburg.

Als sie noch ein kleines Kind war, erzählte der Vater von Nazanin Piri-Niri seiner Tochter immer wieder eine besondere Geschichte: „Er hat so getan, als würde das Haus, in dem wir wohnten, uns gehören“, erinnert sie sich, „und wir würden dort andere Menschen, die Hilfe brauchten, leben lassen.“

Tatsächlich lebte die Familie damals auf engstem Raum mit anderen Asylsuchenden in Stuttgart in einem Flüchtlingsheim. Die Eltern waren Mitte der 80er-Jahre mit ihren beiden Kindern vor den Mullahs aus dem Iran geflohen, bekamen in Deutschland später Asyl. „Aber für mich war das damals eine sehr schöne Geschichte“, erinnert sich die heute 29-jährige Musikerin.

Sichtbar wurde das am Wochenende im Flüchtlingswohnheim in der Charlottenburger Soorstraße. Dort gab die Pianistin und Flötistin mit ihrer Band, dem Elias-Nardi-Trio, ein Gratis-Konzert für Kinder und Jugendliche. „Ich wollte ein wenig von dem zurückgeben, was ich selbst bekommen habe“, sagt die Wahl-Berlinerin, die in Flensburg aufgewachsen ist, „den Kindern ein bisschen Abwechslung bieten und sie für die Instrumente begeistern.“

Musik hat auch ihr Leben bestimmt: „Als wir nach vier Jahren aus dem Heim in eine eigene Wohnung nach Flensburg gezogen sind, hat mein Vater ein Klavier gekauft“, sagt sie, „auf Kredit. Ihm war das ganz wichtig. Im Iran war Musik ja eher verpönt.“ Es war eine gelungene Investition: Schnell zeigte sich Nazanins Talent an den Tasten: „Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass ich für das Klavier bestimmt bin“, sagt sie. Das Mädchen bekam Klavierstunden, sang im Bach-Chor, wo sie von ihrem Dirigenten gefördert wurde. Später studierte sie Musik, spielt heute Klavier und Flöte.

Jetzt will sie anderen Kindern, die wie sie nach langer Flucht Deutschland erreicht haben, als Vorbild dienen. „Ich bin das beste Beispiel, dass Fremde nicht fremd bleiben müssen“, sagt sie vor ihrem Auftritt. „Ich will den Kindern zeigen, dass das Leben hier in Deutschland eine Chance bedeutet, die sie nutzen können.“


"Die zarten „Blumen der Zerbrechlichkeit“ fand der italienische Oud-Spieler Elias Nardi auf den flämischen Soldatenfriedhöfen des 1. Weltkriegs. Der Gedanke an diese Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts und die 17 Millionen Menschen, die darin ihr Leben verloren, inspirierte Nardi zu einem Album über die Zerbrechlichkeit allen Lebens und die zentrale Bedeutung, die die Musik weltweit für das friedliche Zusammenleben den Kulturen hat. Entstanden ist ein Programm mit traumhaft schönen ethnischen Klängen und virtuosen Jazzimprovisationen. So vermischen sich etwa die arabischen Klänge der Oud mit traditioneller Musik aus italienischen Regionen und weben einen unwiderstehlichen Klangteppich, auf dem man sich auf eine abenteuerliche musikalische Weltreise begibt." 

https://www.laboratorium-stuttgart.de/shop_index.php?action=progr_detail&param=detail&id=955


Aus dem Jazzthetik:

"Das Thema dieser CD ist nicht gerade sehr aktuell, auch nicht unbedingt zeitgemäß und hat dennoch einen gewissen Bezug zur Gegenwart: Vor hundert Jahren tobte zwischen Deutschland und Frankreich der erste Weltkrieg. Inspiriert durch den befreundeten belgischen Maler Pol Bonduelle, der Elias Nardi durch die ehemaligen Schlachtfelder in West-Flandern führte, hat sich der Italiener berufen gefühlt, dieser leidvollen Zeit ein musikalisches Denkmal zu setzen. Die so entstandenen „Flowers of Fragility“ sind eine stille und würdevolle Huldigung an all diejenigen, die damals ihrer Kindheit beraubt wurden und anschließend auch noch ihr Leben verloren."


"Nardi geht die neun Stücke daher sehr behutsam und geschmeidig an. Er selbst spielt die arabische Oud und wird begleitet von Querflöte, Bandoneon und Bass sowie einer „Viola d’amore“, einem Zwischending zwischen Geige und Drehleier. Vor allem das Bandoneon bringt eine sehr melancholische und schwermütige Stimmung mit ins Spiel, was aber durch die ernsthafte und kraftvoll gespielte Oud immer wieder aufgefangen oder zumindest doch etwas gemildert wird. Das Flötenspiel der Perserin Nazanin Piri-Niri sorgt für die etwas aufgelockerteren Stimmungslagen."         

http://www.sound-and-image.de/review_3217.htm